Neues Trio führt Kirchenkreis

Schweich – Der Kirchenkreis Trier hat einen neuen Superintendenten. Die Kreissynode wählte den bisherigen Synodalassessor Dr. Jörg Weber zum leitenden Geistlichen des Evangelischen Kirchenkreises Trier bei seiner Tagung im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Schweich. Weber leitet das Referat für Bildung, Kommunikation und Medien des Kirchenkreises Trier, welches die Fachbereiche Schulreferat, Jugendreferat und Öffentlichkeitsreferat bündelt.

Zuvor hatte das Kirchenparlament eine Konzeption für die Aufgaben der theologischen Ämter in der Leitung des Kirchenkreises beschlossen, die der Kreissynodalvorstand erarbeitet hatte. Pfarrer Hans-Ulrich Ehinger aus Bitburg brachte einen Änderungsantrag in die Beratungen ein, welcher vorsah, dass der Superintendent  zu 25 Prozent weiter Gemeindepfarrer bleiben solle, und hatte seinen Vorschlag auch mit seiner Kandidatur für dieses Amt untermauert. Nachdem die Synode nach intensiver Diskussion diesen Änderungsantrag abgelehnt hatte, und damit für eine 100-prozentige Superintendenten-Stelle votiert hatte, zog Ehinger wie angekündigt seine Kandidatur für das Amt zurück.

Zu einer Wahl kam es dennoch, weil aus dem Plenum Pfarrer Dr. Jörg Weber und Pfarrer Christoph König aus Konz vorgeschlagen wurden. König hat eine kreiskirchliche Pfarrstelle inne für die Seelsorge in den Justizvollzugsanstalten Wittlich und Trier. Bei der Wahl entfielen auf Weber 55 Stimmen, 9 auf König. 2 Synodale enthielten sich.

Die Nachwahl wurde notwendig, da die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland den ehemaligen Superintendenten des Kirchenkreises Trier, Christoph Pistorius, im Januar diesen Jahres zum Personal-Chef der rheinischen Kirche gewählt hat.

Zum Nachfolger des Assessors wählten die Synodalen den Trierer Pfarrer Thomas Luxa. Ein Gegenkandidat wurde nicht aufgestellt. Thomas Luxa war zuvor Skriba des Kirchenkreises, damit wurde auch für dieses Amt eine Wahl notwendig.

Zur Skriba wählten die Synodalen die Ehranger Pfarrerin Vanessa Kluge, die sich gegen den Saarburger Pfarrer Peter Winter durchsetzte.

Zum ersten stellvertretenden Skriba wählte die Synode Pfarrer Frank Meckelburg aus Daun.

Zum zweiten stellvertretenden Skriba wurde der Saarburger Pfarrer Peter Winter gewählt.

Eröffnet wurde die Versammlung mit einem Abendmahlsgottesdienst im Gemeindezentrum in Schweich. Pfarrer Christoph König aus Konz erinnerte in seiner Predigt an einen Satz aus dem Galaterbrief „Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ Freiheit und Verantwortung gehörten untrennbar zusammen, erklärte der Theologe. In dem Synodalgottesdienst wurde auch Heiko Nagel als Leiter des Evangelischen Verwaltungsamtes des Kirchenkreises Trier eingeführt.

Neben verschiedenen Einzelfragen stand am Nachmittag das Thema „Lebensschutz“ auf dem Programm. Der Systematische Theologe Prof. Dr. Wilfried Härle aus Heidelberg trug dazu vor.

Der Evangelische Kirchenkreis Trier ist die Gemeinschaft der protestantischen Kirchengemeinden in den Regionen Mosel/Saar, Eifel und Hunsrück. Er gehört zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises, setzt sich aus rund 80 Abgeordneten der 20 Gemeinden sowie Vertretern der Arbeitsbereiche und Einrichtungen zusammen. Der rund 5.000 Quadratkilometer große Kirchenkreis ist der flächengrößte in der Rheinischen Landeskirche. Derzeit leben rund 57.000 evangelische Christen in dem Gebiet. Die Kreissynode tagt zweimal im Jahr. Sie entscheidet über die inhaltliche und finanzielle Arbeit des Kirchenkreises.

Bild (v.l.) Assessor Thomas Luxa, Skriba Vanessa Kluge, Superintendent Jörg Weber