Unterbrechung des Alltags - Aktion Autofasten in Trier eröffnet

Trier – Bereits zum 17. Mal lädt die Aktion Autofasten dazu ein, die eigenen Mobilitätsgewohnheiten in den Blick zu nehmen. Am 5. März, am Aschermittwoch, haben die Katholische und die Evangelische Kirche die Klimaschutzaktion für dieses Jahr eröffnet. In Trier fand die Auftaktveranstaltung am Domfreihof statt - mit Vertretern der Kirchen, der Politik sowie Teilnehmenden und weiteren Unterstützer der Aktion Autofasten.

OB Klaus Jensen, Stephanie Nickels (Trier-Saarburg), Gundo Lames (Bistum Trier), Superintendent Jörg Weber, Christian Weber (Delux), Rosemarie Radant (Aktion Autofasten)

„Im Zeitalter der Individualisierung geht es um Mobilität“, erklärte Dr. Gundo Lames vom Bistum Trier. Es lohne sich, sich damit auseinander zu setzen. Denn zum einen sei es für die eigene Gesundheit, „weil es mir gut tut“, sagte Lames weiter. Autofasten sei auch eine Möglichkeit, die Umwelt zu schützen und die Schöpfung zu bewahren. Außerdem sei es eine „Unterbrechung des Alltags“. Es diene dazu, Gewohnheiten zu überdenken, um zu anderen oder vertiefenden Erkenntnissen zu gelangen. Und Superintendent Dr. Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis Trier fügte hinzu: „Der bewusste Verzicht auf das Auto und die Benutzung des Fahrrads hilft mir, eingefahrene Wege zu verlassen und über Veränderung nachzudenken.“ Sie beschere eine Erfahrung mit Gott, zum Beispiel in der Konzentration darauf, was gut für einen selbst und die Umwelt sei. Das Ziel der Aktion Autofasten gehe über die Fastenzeit hinaus. Sie solle zum Nachdenken für die übrigen Tage anspornen.

Das Autofasten stelle für Menschen, die in einer ländlich geprägten Region leben, eine zusätzliche Herausforderung dar, sagte Stephanie Nickels, Kreisabgeordnete Trier-Saarburg. Grund seien mitunter weite Wege für Einkauf und kulturelles Leben sowie der schlecht ausgebaute öffentliche Nahverkehr. „Vielleicht gelingt es im Rahmen der Aktion Autofasten innovative und kreative Ansätze individuell zu erproben, die später auf eine mögliche Übertragbarkeit hin geprüft werden können“, sagte Nickels. Die Aktion Autofasten sei über die letzen Jahre „gut eingeführt“, sagte Lames. „Wir treffen uns in der guten ökumenischen Verbundenheit“. Und der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen fügte hinzu: „Danke, dass es diese Aktion gibt.“

Während der Aktion gibt es besondere Angebote. So bietet der Verkehrsverbund Raum Trier (VRT) für alle Teilnehmenden ein Ticket für den gesamten VRT-Bereich für 55,10 Euro an. Die Radstation der Bürgerservice GmbH Trier bietet unter anderem für ein bis zwei Wochen kostenlos ein Fahrrad zum Verleih an. Die Aktionsphase von Autofasten dauert vom 17. März bis 13. April. Anmeldungen sind noch bis zum 10. März möglich. Träger der Aktion „Autofasten“ sind die Bistümer Trier, Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz sowie die Katholische Kirche im Großherzogtum Luxemburg. Außerdem beteiligen sich an der Aktion viele Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen in der Region sowie Fahrradverleiher, Car-Sharing Unternehmen, der Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der NABU, das Mouvementécologique, Greenpeace Luxembourg, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), VELO mobil. der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und viele mehr.

Weitere Informationen
gibt es auch im Internet unter: www.autofasten.de und auf facebook unter: www.facebook.com/Aktion.Autofasten