Konficamp startet durch

Es war eine Premiere. Zum ersten Mal fuhren rund 70 Konfirmandinnen, Konfirmanden und Teamer aus den Gemeinden Konz, Saarburg und Hermeskeil auf eine gemeinsame Freizeit. Das Konficamp 2014 der Region Saar-Hunsrück war ein voller Erfolg, waren sich die Beteiligten sicher. Fortsetzung folgt – ab dem nächsten Jahr regelmäßig in der ersten Woche der Sommerferien. Weitere Gemeinden sind willkommen.

Alle Bilder: (c) ekkt.de/cu

Gemeindepädagogin Julia Daut aus Konz ist sichtlich erfreut: „Das Konficamp waren tolle vier Tage, in denen Konfis und Teamer aus der Region sich kennengelernt haben und näher zusammengerückt sind. Die Teamer haben großartige Arbeit geleistet.“ Der große Vorbereitungsaufwand habe sich gelohnt, so Daut. Und Pfarrer Peter Winter aus Saarburg ergänzt: „Ich freue mich schon auf das Konficamp nächstes Jahr in der ersten Sommerferienwoche.“

Die Kirchengemeinden Konz, Saarburg und Hermeskeil haben sich mit dem Konficamp ein gemeinsames Projekt vorgenommen. Sie stellen sich damit den Herausforderungen einer modernen Konfirmandenarbeit. Das Konzept berücksichtigt veränderte Freizeitgewohnheiten von Jugendlichen und Familien und nimmt die veränderten Bedingungen der Ganztagsschule auf. Selbstverständlich verknüpft es pastorale Arbeit und gemeindliche Kinder- und Jugendarbeit. Die enormen Ressourcen von ehrenamtlichen Mitarbeitenden werden integriert. Die Idee des Konficamps folgt zudem der Überzeugung, dass sich der Glaube besser leben als lernen lässt und dass sich Konfirmandenarbeit in der multioptionalen Gesellschaft durch eine besondere Attraktivität auszeichnen muss.

Konficamps gab es zuerst in Skandinavien und im Baltikum, in Deutschland seit den 90er Jahren. Gemeinsam ist Ihnen: Jugendliche aus unterschiedlichen Gemeinden verlassen den Alltag und fahren an einen dritten Ort, um dort zu leben, zu lernen und zu feiern. Thematisches Arbeiten und Spaß gehören dabei untrennbar zusammen. Für die Jugendlichen sind das oft unvergleichliche und nachhaltige Erlebnisse, die sie dauerhaft mit Kirche verbinden. Pfarrer Peter Winter erklärt: „Freizeiten mit Konfirmandinnen und Konfirmanden sind für mich sehr wichtig. Hier können Jugendliche das gemeinsame Zusammenleben auf Zeit probieren, Konflikte lösen und sich abgelöst vom Alltagsstress mit christlichen Themen auseinandersetzen.“

Im Kirchenkreis Trier war das Konficamp 2014 der erste Versuch zu einer neuen Konfirmandenarbeit dieser Art. Der Kirchenkreis Trier untergliedert sich in Regionen. Die drei Gemeinden Hermeskeil-Züsch, Konz und Saarburg bilden eine Region Saar-Hunsrück. Als gemeinsames Projekt, das ebenfalls zur Entlastung der Pfarrerinnen und Pfarrer dienen soll, haben sich die Presbyterien der Region auf eine regionale Konfirmanden-Freizeit verständigt, mit der rund ein Drittel der Unterrichtsstunden in der Konfirmandenzeit abgedeckt wird. Das Konficamp ist mit den unterschiedlichen lokalen Modellen der Konfirmandenarbeit kompatibel.

Die Freizeit vom 1. bis 4. Oktober 2014 in Wallerfangen/Saarland war ein Pilot-Projekt. Danach ist an einen Zeitraum von einer Woche gedacht. Das Konficamp wird hauptsächlich verantwortet von Gemeindepädagogin Julia Daut, Kirchengemeinde Konz, die einen Stamm von Mitarbeitern schult und aufbaut sowie von Pfarrer Peter Winter aus Saarburg als dessen Engagement für die Region im Rahmen der Regionalkonzeption. Das Projekt wird vom Kirchenkreis Trier in den Jahren 2014 und 2015 mit jährlich 15.000 Euro gefördert. Danach soll geschaut werden, wie es sich auf Dauer stellen lässt. Andere Gemeinden aus dem Kirchenkreis sind eingeladen mitzumachen.

http://www.ekir.de/trier/fileadmin/user_upload/gemeinden/konz/Konzept_Konficamp.pdf